Unfallversicherung

Bei der Betrachtung des gewährten Versicherungsschutzes und der daraus resultierenden Leistungen, gilt es generell zu unterscheiden zwischen der gesetzlichen und der privaten Unfallversicherung.

Während die gesetzliche Unfallversicherung, unabhängig von der schuldhaften Verursachung, die Arbeitnehmer vor den Folgen von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren schützt, ist die private Versicherung vor allem für die Gruppe der nicht berufstätigen Erwachsenen, der Kinder, die keine Tagesstätte besuchen sowie für den Freizeitbereich von Schülern, Studenten und von Arbeitnehmern und für nicht gesetzlich versicherte Unternehmer und Selbständige interessant.

Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass im Durchschnitt in Deutschland täglich etwa 20.000 Unfälle eintreten, davon circa 30 % auf der Arbeit oder dem Weg zur und von der Arbeit, erscheint der Abschluss einer Unfallversicherung durchaus sinnvoll.

Die gesetzliche Unfallversicherung erfasst jeden in der Sozialversicherung Pflichtversicherten und einige zusätzliche spezielle Tätigkeitsbereiche. Zu ihren hauptsächlichen Leistungen gehören neben Lohnersatz- und Entschädigungsleistungen und den Leistungen für Hinterbliebene vor allem Leistungen zur Rehabilitation und zum Ausgleich einer verminderten Erwerbsfähigkeit. Letztere wird im Unterschied zur privaten Unfallversicherung unter Berücksichtigung erfolgter Funktionseinbußen beurteilt und festgelegt.

Interessanter, da im Gegensatz zur gesetzlichen nach eigenem Ermessen zu entscheiden, ist die private Unfallversicherung. Sie wird von den meisten Versicherungsgesellschaften mit einem Standard-Versicherungsschutz angeboten, der durch bestimmte Leistungen wie beispielsweise Schutz vor Lebensmittelvergiftungen oder vor Tierbissen erweitert werden kann. Zu den am stärksten gefährdeten Personengruppen zählen neben den Kindern die Hausfrauen und -männer. Grundsätzlich tritt der Versicherungsfall ein, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.

Eine Leistung wird immer dann erbracht, wenn gemessen an einer pauschalen Gliedertaxe eine andauernde körperliche Beeinträchtigung vorliegt. Der Invaliditätsgrad ist dabei nicht ausschlaggebend.

Die Höhe der Versicherungsleistung wird über die gewählte Versicherungssumme bestimmt, die mit einer zusätzlichen Progression gekoppelt werden kann. Die hauptsächlichen Leistungen sind eine Unfallrente, Invaliditäts- oder Todesfallleistung, Krankentagegeld, Bergungskosten und Kostenübernahme für kosmetisch notwendige Operationen.
Besonders gestaltete private Unfallversicherungen werden für Kinder angeboten. Mit ihnen lassen sich auch die Folgen weit reichender Krankheiten durch eine einmalige Entschädigungsleistung oder eine lebenslange Rente abfedern.